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MW 02.08.2004
A 22 - Kommunen und Wirtschaft beteiligen sich an Planungskosten

Hirche: Erster Schritt zur Realisierung der neuen Küstenautobahn A 22

HANNOVER. "Das ist der erste Schritt zur Verwirklichung der Küstenautobahn A 22!" So kommentierte Wirtschafts- und Verkehrsminister Walter Hirche die heute mit Spitzenvertretern von Kommunen, Kammern und Verbänden getroffene Vereinbarung über eine Beteiligung der Landkreise und der Wirtschaft an den Kosten für die Linienplanung der Autobahn. "Vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage und der zentralen Bedeutung des Verkehrsprojekts für die Entwicklung der Küstenregion haben Kommunen und Wirtschaft mit ihrem Angebot einer Kostenbeteiligung ein deutliches Zeichen gesetzt", betonte Hirche. Angesichts der immer knapper werdenden Baumittel von Bund und Ländern müssten in Zukunft alternative Finanzierungsmodelle konkret in Betracht gezogen werden, so der Minister.

"Die Vereinbarung zur A 22 sieht vor, dass Land, Kommunen und Wirtschaft bei der Linienplanung je ein Drittel der Kosten in Höhe von 2,25 Millionen Euro tragen", teilte Hirche mit. Damit sei sicher gestellt, dass bereits Anfang 2005 mit der Trassenplanung begonnen werden könne. Die rund 113 Kilometer lange Küstenautobahn soll im Zuge der neuen Elbquerung bei Glückstadt die A 20 aus Richtung Schleswig-Holstein fortführen und an die A 28 bei Westerstede (Kreis Ammerland) anschließen.

Der Minister rechnet damit, dass das gesamte Raumordnungs-verfahren inklusive der Umweltverträglichkeitsstudie mit der entsprechenden Linienempfehlung bis Mitte 2008 abgeschlossen sein könnte. "Damit sind die ersten Pflöcke für die Realisierung des wichtigsten Verkehrsprojekts im Nordwesten eingeschlagen", so Hirche.

Aus Sicht des Ministers sowie der Spitzenvertreter aus Kommunen und Wirtschaft sei eine zügige Planung des rund 844 Millionen Euro teuren Projekts notwendig, damit das Vorhaben möglichst rasch die Lücke innerhalb der entstehenden transeuropäischen Verbindung zwischen Skandinavien sowie Osteuropa einerseits und den Benelux-Staaten sowie Westeuropa andererseits schließen könne. Die mit der bereits im Bau befindlichen A 20 entstehende Option könne solange nicht genutzt werden, solange eine leistungsfähige Fortführung der Küstenmagistrale westlich der Elbe fehle, betonte Hirche.

Der Minister verwies in diesem Zusammenhang auf die zentrale Bedeutung der Küstenautobahn für die wirtschaftliche Zukunft der strukturschwachen Region und die Notwendigkeit einer leistungs-fähigen Hinterlandanbindung besonders für die Nordseehäfen und den geplanten Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven. Hirche: "Wir haben deshalb keine Zeit zu verlieren." Die A 22 sei nicht ohne Grund im weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans mit einem Planungsrecht versehen worden. "Für ein Großprojekt wie dieses ist ein Planungsvorlauf von rund 10 Jahren notwendig", so der Minister.

Kontakt:

Andreas Beuge
(0511) 120-5426