Home Home
Aktuell
MW 04.11.2004
Vertragsunterzeichnung zur A 22 bereits am 15. November

Nordkorridor wird ebenfalls untersucht - Hirche. „Vorbereitungen zügig vorantreiben“

Die Planungen zur Küstenautobahn A 22 nehmen Gestalt an. Im weiteren Verfahren werden ein Nordkorridor und ein südlicher Bereich untersucht. Nach den Ergebnissen einer verkehrswirtschaftlichen Untersuchung muss ein Verlauf nördlich von Bremerhaven mit Anschluss an die A 27 bei den weiteren Planungen ebenfalls geprüft werden teilte Verkehrsminister Walter Hirche mit. Hirche wird am 15. November in Stade den Vertrag zur Drittelfinanzierung der Planungskosten unterzeichnen. "Wir werden die Arbeiten zügig vorantreiben. Nächstes Jahr kann mit der Linienplanung begonnen werden", sagte Hirche. Das Ziel sei der Abschluss des Raumord­nungs­verfahrens bis Mitte 2008.

Vorschläge aus der Region hatten das Ministerium zu einer verkehrswirtschaftlichen Untersuchung eines nördlichen Korridors veranlasst. Die Ergebnisse dieser Studie bestätigten, dass eine Trassenführung in diesem Korridor nicht von vornherein ausge­schlossen werden kann. "Wir müssen deshalb beide Korridore für die Trassenplanung untersuchen" sagte Hirche. Damit werde die weitere Planung auf ein solides Fundament gestellt. Der besondere natur­schutz­rechtliche Planungsauftrag werde mit der Prüfung einer alter­nativen Führung ernsthaft und konsequent umgesetzt.

Mit der Vertragsunterzeichnung am 15. November werde die Finan­zierung der Planungskosten sichergestellt. Das Land, die Kommunen und die regionale Wirtschaft werden jeweils ein Drittel der Kosten tragen. "Mit dieser gemeinsamen Finanzierung wird die Bedeu­tung des Projektes für die Region eindrucksvoll bewiesen", so Hirche.

Hintergrund:

Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Planungen der Küstenautobahn A 22 sind seit dem 4. Oktober durch das neue Fernstraßenausbauänderungsgesetz gegeben. Die A 22 ist im "Weiteren Bedarf" mit Planungsrecht und mit besonderem naturschutzrechtlichem Planungsauftrag ausgewiesen.

Bei der anstehenden Linienplanung werden jetzt aus naturschutzfachlichen Gründen zwei Korridore untersucht, die endgültige Trassenführung wird aus diesen Ergebnissen entwickelt werden.

Nördlicher Korridor:

Der nördliche Korridor führt von der neuen Elbquerung bei Glückstadt an Bederkesa vorbei und schließt nördlich von Bremerhaven an die A 27 an. Dies entspricht einer Parallelführung zum Südkorridor in etwa 25 bis 30 km Entfernung. Die genaue Abgrenzung wird im Planungsprozess erfolgen.

Kontakt:
Andreas Krischat
(0511/120-5427)